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Praxis Sonnenklang

Praxis für Klangtherapie, Klangmassage und Aromamassage


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Klangmassage

Wie funktioniert Obertongesang ?

Sprechen wir ein „A“, „E“, „I“ oder „U“, so können wir diese Vokale nur durch ihre unterschiedliche Zusammensetzung aus Obertönen erkennen. Ganz automatisch wählen wir beim Sprechen bestimmte Obertongruppen, die dem artikulierten Laut die entsprechende Klangfarbe geben. Dies geschieht durch unterschiedliche Lippen- Zungen- Kiefer- und Rachenstellungen, sowie verschiedene Resonanzen. Auch bei jedem einzelnen Vokal kennen wir unzählige Variationen des Klangbildes. So können wir beispielsweise durch minimale Änderung der Lippenrundung ein geschlossenes oder ein offenes „O“ artikulieren - wie in „Mond“ und „Sonne“.

Wir kennen so genannte „tiefe“, „mittlere“ und „hohe“ Vokale. Diese Bezeichnungen sagen bereits einiges über die Oberton-Zusammensetzung aus. Das tiefe „U“ etwa ist sehr reich an tiefen Obertönen, das hohe „I“ hingegen setzt sich hauptsächlich aus wenigen Obertönen höherer Oktaven zusammen. So gibt es unendlich viele Kombinationen von Obertönen, die das Klangbild der Sprache bestimmen.

Beim Obertongesang wird nun ganz bewußt ein einzelner Oberton des Grundtones isoliert. Durch spezielle Techniken - von denen einige jahrelang geübt werden müssen - von Lippen- und Zungenstellungen sowie Resonanzbildungen werden einzelne Obertöne von brillanter Klarheit aus einem Klang „herausgefiltert“. Durch gezielte Veränderungen der Resonanzbedingungen in Mund und Nase können Melodien quer durch die Teiltonreihe gesungen werden.

Diese Technik des Obertonsingens hat nichts zu tun mit der Kopfstimme, dem so genannten Falsettgesang oder Countertenor. Beim Obertongesang sind zwei Töne zugleich hörbar: der Grundton, den der Kehlkopf produziert, und einzelne glasklare Obertöne, die im Mund erzeugt werden. Verschiedene Techniken gestatten eine solche Brillanz und Intensität der Obertöne, daß diese wesentlich lauter als der Grundton erklingen und vom Hörer als eigene, abgehobene Melodiestimme erkannt werden können.
Zitat  Markus Riccabona

„Der erste Schritt ist, einen Ton lange Zeit festzuhalten und ihn zu beobachten. Man nimmt den Ton und betrachtet ihn wie unter einem Mikroskop. Ein Tropfen Wasser mag auf den ersten Blick nicht viel von sich hergeben, aber genauer betrachtet trägt er das Universum in sich. Es ist vor allem eine Frage der Wahrnehmung, nicht der Aktion - sondern der Kontemplation. Der Ton wird gleichsam von innen beleuchtet.“
Zitat Roberto Laneri in Joachim-Ernst Berendt „Das Dritte Ohr“

„Er (ein Mongole, Anm.) summt oder singt nasal einen Ton in mittlerer Lage an und verändert den Raum in der Mundhöhle durch Öffnen und Schließen des Mundraums, wodurch er das Obertonspektrum des einzelnen angehaltenen Tones verändert. In großer Höhe erklingt plötzlich sehr hoch eine schrille Melodie, die freilich nur aus verstärkten Obertönen eines einzigen Grundtones besteht.“
Zitat   Peter Michael Hamel, „Durch Musik zum Selbst“