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Praxis Sonnenklang

Praxis für Klangtherapie, Klangmassage und Aromamassage


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Klangmassage

Obertongesang  -  die neue alte Kunst

Obertongesang ist eine alte heilige Gesangskunst, die einst in fast allen Kulturen und Religionen verwurzelt war. Traditionell werden u. a. noch in Tibet, bei südamerikani- schen Indianerstämmen und vor allem beim mongolischen Volk der Tuvas verschiedene Obertontechniken gesungen. In Europa wird noch in einigen Klöstern der gregorianische Gesang mit Obertontechniken gesungen.

Nach der Wiederentdeckung der Schönheit und Wirkung des Obertongesangs in Europa und in den USA entwickelt sich dieser zu einer neuen, eigenständigen Gesangs- und Musikform.
Zitat: Markus Riccabona

„Der ahnungslose Hörer möchte seinen Ohren zunächst nicht trauen: Da erhebt sich aus dem monotonen Gesang einer Stimme plötzlich eine zweite und entfaltet über dem unverändert anhaltenden Grundton eine melodische Linie, deren reine Klanglichkeit und Harmonik allem Irdischen entrückt zu sein scheint.“
Zitat: Michael Vetter, Obertonsänger und -lehrer

„Mit einemmal singen junge Menschen Obertöne.(..) So ähnlich muß es gewesen sein, als im 17. Jahrhundert die Technik des Koloratur-Gesangs entstand und sich innerhalb weniger Jahre überall in Italien - und bald auch anderswo in Europa - an Höfen, Theatern und Opernhäusern durchsetzte.

Wie damals die Menschen von dieser neuen Art zu singen fasziniert waren, so sind sie es heute vom Obertonsingen. Und wie damals die Konzertbesucher atemlos und konsterniert waren darüber, daß Menschen "so" singen konnten, so sind auch heute die Zuhörer fassungslos, wenn da aus der Kehle eines einzelnen Menschen zwei voneinander unabhängige Melodiebewegungen zu kommen scheinen - oder ganze Akkorde, aus den Tönen der Obertonreihe übereinander geschichtet. Sie wollen es nicht glauben; sie fühlen sich "auf den Arm genommen"; manche meinen, da sei eine versteckte Elektronik im Spiel, eine irgendwo hinter der Bühne verborgene Bandmaschine, die die zweite - und dritte und vierte! - Stimme "heimlich" einspielt. Jahrhunderte lang blühte die edle, alte Kunst des Obertonsingens in Tibet und in Nordindien, beim sibirisch-mongolischen Stamm der Tuwans, in buddhistischen Klöstern Japans und Chinas und bei wenigen begnadeten Sängern der südamerikanischen Anden. Manchmal klingt sie - rudimentär - im sich überschlagenden Falsetto der Flamenco-Sänger an, auch in den "umkippenden" Vokalisen afrikanischer Pygmäenstämme und in - immer seltener werdenden - bulgarischen und rumänischen Folklore-Gesängen. Auffällig ist, daß Obertongesang fast immer in spirituellem Kontext geschieht.

Aber die jungen Menschen, die nun plötzlich in Europa und den USA Obertöne singen, betreiben dies nicht als Imitation von Exotischem. Meist kennen sie die asiatischen, afrikanischen und indianischen Vorbilder nicht. Sie singen artikulierte und wohlkonturierte Melodie-Phrasen, die ihre Herkunft aus westlichem Musikempfinden in jedem Ton verraten.“
Zitat: Joachim-Ernst Berendt, „Das Dritte Ohr“

„Die Schönheit des gregorianischen Gesangs hat mit seinen hörbaren Obertönen jahrhundertelang die Kathedralen erfüllt. Der gregorianische Gesang war zunächst einstimmig; alle Mönche sangen dieselbe Melodie mit verlängerten Vokalen. Dies wurde als „Cantus planus“ bezeichnet. Die verlängerten Vokale erzeugten Obertöne, die wie eine die Mönche begleitende Geisterstimme klangen. Im 8. und 9. Jahrhundert wurden die Obertöne in mehreren Klöstern sehr viel bewußter angestrebt, als das heute beim Singen gregorianischer Choräle der Fall ist. (...) In den alten schamanistischen Traditionen der Mongolei, Afrikas, Arabiens, Mexikos, in der geheimen kabbalistischen Tradition von Judentum und Christentum sowie in den heiligen spirituellen Traditionen Tibets wurden Vokalklänge und Obertöne benutzt, um zu heilen und zu verwandeln. Im Verlauf meiner jahrelangen Erforschung therapeutischer und verwandelnder Klänge habe ich keine Technik entdeckt, die die Macht heiliger Klänge so sehr verkörpert wie die Obertöne.“
Zitat: Jonathan Goldman, „Heilende Klänge - Die Macht der Obertöne“